Mit dem Aufkommen aus der im Jahre 1926 im Lande Braunschweig eingeführten Hauszinssteuer sollte u. a. der Wohnungsbau finanziert und angekurbelt werden.

Während das Bauprogramm für die Jahre 1926 bis 1930 vollständig durchgeführt werden konnte, trat im Jahre 1931 eine Wendung ein. Für die Stadt Braunschweig standen 1020000 RM aus dem Hauszinssteueraulkommen zur Verfügung. Infolge der Geldknappheit waren jedoch auf dem freien Kapitalmarkt fast keine Bauhypotheken zu erhalten.

Fertiggestellt wurden:

 

Wohnungen

Rechnungsjahr

 

davon mit. . .Wohnräumen einschl. Küche

 

insgesamt

 

 

 

3

4

5

6 und mehr

1926

373

13

197

126

37

1927

91l

142

632

105

32

1928

772

108

520

133

11

1929

1074

79

863

91

41

1930

1030

305

582

139

4

1931

280

172

70

30

8

1932

132

75

37

6

14

zusammen

4572

894

2901

630

147

Auch die Braunschweigische Landesregierung tat nichts, um die daniederliegende Bauwirtschaft anzukurbeln, z. B. das Siedlungsprojekt Lehndorf (geplante Kleinsiedlung) zu fördern. Im Jahre 1933 wurde unter dem Motto "Auflockerung der Großstädte" mit der Sanierung der Altstädte begonnen.