Der bauliche Querschnitt reichte von der Kleinsiedlung über das Einfamilienhaus bis zur Mietwohnung. Hinzu kamen Ladenbauten, Gaststätten, ein Gemeinschaftshaus, eine Schule und andere Gemeinschaftsemrichtungen. Der Bau von Kirchen war in der Planung nicht vorgesehen. Es war beabsichtigt, zunächst 600 Wohnungen für ca. 2000 Menschen zu bauen.

Mit der Siedlung Lehndorf, wo die ersten, hauptsächlich kinderreichen Familien neue Wohnungen bezogen hatten, entstand die erste Siedlung dieser Art. Sie galt als Muster für die Siedlung Mascheroder Holz. Die bei der Gemeinschaftssiedlung Lehndorf angewandten Grundsätze sollten hier in noch ausgeprägterer Weise verwirklicht werden. Die Siedlung sollte von ihrer Anlage und Ausstattung einen hohen Erholungs- und Freizeitwert haben.

Für die Planung der "Südstadtsiedlung am Mascheroder Holz" fertigte daher das Hochbauamt der Stadt Braunschweig 1935 einen Lageplan im Maßstab 1:1000 nebst Höhenkurven an. Zu diesem Zweck wurde ein Gelände von ca. 50 ha durch 1200 Höhenpunkte bestimmt. Nach dem Lageplan beabsichtigte man, die Siedlung nördlich des Mascheroder Holzes zu bauen. Der Möncheweg bildete die Grenze im Osten. Die Bezeichnung "Möncheweg" kommt von Mönekenweg, also der Weg der Mönche vom Kloster Riddagshausen zu ihrem damaligen Besitz in Mascherode.

Die Sand- und Müllgruben an der Landstraße nach dem Dorf Mascherode verhinderten eine Ausdehnung der Bebauung im Westen. Im Norden sollte ein Grüngürtel die Grenze bilden.

Mehrere Kleingartenvereine sowie der Golfplatz bilden heute den Grüngürtel. Er ist gleichzeitig der Puffer zwischen der Siedlung und der ausgedehnten Fläche des Verschiebebahnhofs.

Dieses Gelände, auf dem die Siedlung gebaut werden sollte, bedeckte bis zum 16. Jahrhundert ein ausgedehntes Waldgebiet, das sich vom Nußberg bis zur Salzdahlumer Straße erstreckte.

In den folgenden Jahrhunderten wurde der Wald nach und nach gerodet, um als Ackerland oder Wiese genutzt zu werden. Die Flurbezeichnung "Wolfshagen" erinnert noch heute an eine Wüstung - ehemalige Siedlung gleichen Namens -, die sich in dem Wald befand. Scherbenfunde deuten darauf hin, daß die Siedlung zwischen dem 13. und 15 Jahrhundert bestanden haben muß.