Der Name Wolfshagen erscheint auch in einer Urkunde vom 1. Februar 1300, als der Braunschweiger Bürger Jordan Stapel, zwei Hufen im Dorf Rautheim (Rhotne) und drei Hufen in der Feldmark Wolfshagen, dazu zwei Wälder, nämlich Wolfshagen und Heidberg an den Convent des Klosters des hl. Aegidius in Braunschweig verkaufte.

Ende des 19. Jahrhunderts befand sich in diesem Gebiet ein Exerzierplatz. Das Städtische Krankenhaus Salzdahlumer Straße wurde auf dem Gelände des ehemaligen Exerzierplatzes erbaut. Im Park des Krankenhauses war vor einigen Jahren noch der Verlauf der damals ausgehobenen Schützengräben zu erkennen.

Bei der Eingemeindung von 35 ha Land des Dorfes Mascherode und 130 ha von Rautheim am 1. April 1934 wurden Teile der Wüstung Wolfshagen als Siedlungsfläche für die "Südstadtsiedlung am Mascheroder Holz" ausgewiesen.

Da die Südstadtsiedlung eine "Mustersiedlung der Deutschen Arbeitsfront" werden sollte, wurden die Planungsarbeiten im wesentlichen von der Deutschen Arbeitsfront (DAF) übernommen. Leiter des Architekturbüros der DAF war Baurat Julius Schulte-Frohlinde. Dipl.-Ing. Rudolf Rogler, Mitarbeiter und stellvertretender Leiter des Architekturbüros, war als Planer wesentlich an der "Lehrsiedlung Mascherode" (Vierjahresplan-Siedlung) beteiligt. Wie die "Braunschweiger Tageszeitung" am 29. August 1936 schrieb, sollte Braunschweigs Südstadtsiedlung eine der schönsten Siedlungen werden, die man sich denken kann.

Die Verwaltung der Stadt Braunschweig mußte die Siedlerwerbung für die Südstadtsiedlung Mascherode durchführen. Diese Tätigkeit bestand in der Beratung über Siedlerfragen sowie in der Entgegennahme und Bearbeitung der Anträge. Die Bearbeitung der Anträge des letzten Abschnittes für 58 Siedlerstellen erfolgte im Jahre 1938.