Um eine größere Rentabilität der Anschlußkosten zu erreichen, entschloß man sich Ende 1937, die Siedlung nach Norden zu erweitern. Diese Erweiterung mit einer Fläche von 27,5 ha sah den Bau weiterer 15 Straßen vor, deren Grenzen zunächst für den Straßenbau örtlich festgelegt wurden. Im nördlichen Teil wurden daher zu Beginn des Jahres 1938 weitere 250 Bauplätze abgesteckt und versteint.

Zur Errichtung von Klein- und Volkswohnungen wurden 1938 weitere stadteigene Grundstücksflächen an die Nibelungen-Wohnbau-GmbH verkauft. Außerdem wurden weitere Bauplätze für die Errichtung von Eigenheimen und 4 Bauplätze zur Errichtung von Geschäftshäusern sowie Gelände zum Bau eines NSV-Kindergartens zur Verfügung gestellt. Der Kindergarten - auf dem Plan Kinderheim genannt - sollte an der Retemeyerstraße neben dem Gemeinschaftshaus gebaut werden. Durch den Krieg konnte die Planung - 3 große Räume, Zimmer für Kinderschwester, Zimmer für Arzt und eine Hausmeisterwohnung - nicht verwirklicht werden.

Nach Fertigstellung des Erweiterungsabschnittes sollte die Siedlung Mascheroder Holz etwa 6000 Menschen eine Wohnung bieten. 1938 war die Bebauung bis zum Möncheweg vorgerückt. Die Gesamtzahl der bis 1938 erstellten Wohnungen erhöhte sich auf etwa 1300.

Mit Ablauf des Jahres 1938 konnte der Auf- und Ausbau der Südstadtsiedlung Mascheroder Holz für den südlichen Abschnitt als beendet angesehen werden. Lediglich im nördlichen Erweiterungsgebiet wurden im Jahre 1939 noch einige Wohnungen errichtet.

Unter anderem baute man hier für das Personal der "Akademie für Jugendführung der Hitlerjugend" mehrere Eigenheime. Die kriegsbedingte Reduzierung des Personals führte dazu, daß einzelne Häuser anderweitig vermietet und später verkauft werden konnten.

Nach den Ausführungen von Oberregierungsrat Steffen über die Reichsarbeitstagung des Reichsheimstättenamtes der DAF vom 22. - 28. November 1939 sollte der soziale Wohnungsbau neben den kriegswichtigen Bauten auch während des Krieges weitergeführt werden. Bevorzugt galt das für Gefolgschaftswohnungen der Rüstungsbetriebe.