Reichsheimstätten oder nach den Kleinsiedlungsbestimmungen bebaute Grundstücke sind für die Errichtung von gewerblichen Anlagen ausgeschlossen. Um den Wohncharakter der Siedlung zu bewahren, ist z. B. Außenwerbung nur an den für gewerbliche Nutzung vorgesehenen Gebäuden zulässig.

Nachdem sich die wirtschaftlichen Verhältnisse nach der Währungsreform am 20. Juni 1948 gebessert hatten, begann man mit dem Wiederaufbau der durch Bombenangriffe zerstörten Häuser.

Zur Behebung der Wohnungsnot wurden auf noch freien Bauplätzen zusätzlich neue Wohnungen gebaut; wie z. B. an der Jüdelstraße, wo im Jahre 1950 40 Dreizimmer-Wohnungen und 16 Einzimmer-Wohnungen mit Küche errichtet wurden. Bereits im Frühjahr 1949 hatte die soziale Baugenossenschaft mit dem Bau von Wohnungen am Baumeisterweg begonnen. Im Beisein von Oberbürgermeister Otto Bennemann, Oberstadtdirektor Dr. Erich Walter Lotz und Braunschweigs Bundestagsabgeordneten Otto Arnhoitz wurde am 26. August 1949 das erste Haus an die Mieter übergeben.

Die letzte größere Erweiterung geschah im Westen der Siedlung durch den Bau des Ginsterweges im Jahre 1958. Danach hat die Bautätigkeit stark nachgelassen. Anfang der 70er Jahre wurde nochmals eine kleinere Fläche an der Nietzschestraße als Bauland erschlossen und mit modernen Flachbauten bebaut.

Durch Beschluß des Rates der Stadt Braunschweig vom 29. Februar 1956 wurde die "Siedlung Mascherode" in "Braunschweig-Südstadt" umbenannt und die Grenzen wie folgt festgelegt:

Im Westen durch eine Betonstraße nach Wolfenbüttel, im Norden durch die Gärtnerstraße - Salzdahlumer Straße - Krankenanstalt - Golfplatz bis zum Umspannhaus am Möncheweg und im Osten und Süden durch die Stadtgrenze gegen die Gemeinden Rautheim - Mascherode - Klein Stöckheim.

Die Umbenennung wurde durch Erlaß des Niedersächsischen Ministers des Innern vom 15. Mai 1959 genehmigt. Gegen die Bezeichnung "Südstadt" für den genannten Bereich wurden seitens des Präsidenten des Niedersächsischen Verwaltungsbezirks Braunschweig jedoch Bedenken erhoben.