In den folgenden Jahren wurde die Nachbarschaft - Heidberg - voll ausgebaut. Die Bezeichnung "Südstadt" sowohl für die Nachbarschaft "Heidberg" als auch für die Siedlung "Mascherode" zu verwenden, führte zu Schwierigkeiten, weil diese beiden Stadtteile völlig selbständige Siedlungszellen bildeten. Durch Beschluß des Rates vom 26. März 1969 wurde die Bezeichnung "Braunschweig-Südstadt" nun auf den bisherigen Gebietsteil Braunschweig-Südstadt ostwärts der Salzdahlumer Straße eingeschränkt. Der bisherige Gebietsteil Braunschweig-Südstadt westlich der Salzdahlumer Straße wurde in "Braunschweig-Heidberg" umbenannt.

Entsprechend dem Antrag der Stadt Braunschweig bestimmte der Niedersächsische Minister des Innern durch Erlaß vom 30. Januar 1970 die Benennung der Stadtteile "Braunschweig-Südstadt" und "Braunschweig-Heidberg".

Der Stadtbezirk der Südstadtsiedlung hatte 1973 eine Größe von 179,8 ha.

Entwicklung der Einwohnerzahlen:

  Jahr   Südstädter
1939 ca.   8.000
1946-1948 ca. 10.000
1951 ca.   8.000
1961 6.277
1970 5.238
1982 4.039
1984 3.679

Seit der Antike spielt sich auf den Marktplätzen, an denen die wichtigsten Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäude standen, das öffentliche Leben ab. Bauern verkauften hier ihre Erzeugnisse, Geldwechsler tätigten ihre Bankgeschäfte und die Handwerker hatten hier ihre Läden. In den neu erbauten Siedlungen sollte der Marktplatz ebenfalls Mittelpunkt des Lebens werden. Entsprechend den damaligen politischen Verhältnissen sollte er aber auch gleichzeitig Aufmarschplatz sein. An diesen Marktplätzen baute man die Gemeinschaftshäuser, in denen die Dienststellen der NSDAP und ihrer Gliederungen untergebracht und Räume für kulturelle Veranstaltungen vorhanden waren. In der Siedlung Mascheroder Holz beherrscht das Gemeinschaftshaus den Platz.