Der niedrige Seitenflügel schließt den Welfenplatz nach Osten ab, während das Hauptgebäude die Begrenzung des Platzes nach Süden bildet. Für größere Parteiveranstaltungen, Schul- und Siedlerfeste befand sich im Erdgeschoß des Hauptgebäudes eine große Halle/Festsaal von ca. 650 qm. Die Wände in Bruchstein geschlämmt, der Fußboden roter Wesersandstein, die Fensterlaibungen rot-weiß abgesetzt -. Während des Krieges diente diese Halle, die über tausend Personen fassen konnte, u.a. zeitweilig als Getreidespeicher.

Bevor man die Halle oder auch Gemeinschaftsraum betrat, mußte man durch einen Vorraum, die sogenannte "Ehrenhalle". Sie war dem Gedächtnis der Gefallenen des Ersten Weltkrieges gewidmet. Durch drei hohe Durchlässe mit schmiedeeisernen Toren gelangte man dann in die Halle. Auf der Wand über den Durchlässen standen die Worte "UND IHR HABT DOCH GESIEGT". Unterhalb der Balkendecke standen an den Wänden die Namen der Toten des 9. November 1923. An der Wand waren Leuchter angebracht, die in ihrem unteren Teil wie Fackeln aussahen und Feuerschalen trugen. Im Gemeinschaftsraum ruhte die sichtbare Dachkonstruktion auf sieben Wandpfeilern. An den Wandpfeilern befanden sich ähnliche Leuchter wie in der Ehrenhalle. Unter einem riesigen Adler an der Stirnseite stand auf einem Podest das Rednerpult. Hinter dem Gemeinschaftsraum befand sich ein Lesezimmer und ein Spielzimmer, darüber lag ein sogenannter Feierabendsaal.

Am 27. Juli 1937 fand im Beisein des damaligen Ministerpräsidenten Dietrich Klagges, des Oberbürgermeisters Dr. Wilhelm Hesse, dem Vertreter der deutschen Arbeitsfront und anderen Vertretern des öffentlichen Lebens das Richtfest des vom "Amt Schönheit der Arbeit" geplanten Feierabend- oder Gemeinschaftshauses statt. Da eine Gastwirtschaft in der Siedlung noch nicht vorhanden war, wurde das Richtfest mit Handwerkern, Meister und Architekten im Konzerthaus gefeiert.