Neben 8 Klassen, einem Zeichen-, einem Näh- und einem Physikraum erhielt die Schule im Keller eine Lehrküche und 2 Werkräume. Am 18. Juni 1937 wurde mit dem Bau der Turnhalle einschließlich Geräteraum begonnen.

Am 7. Mai 1938 konnte die "Volksschule Südstadtsiedlung Mascheroder Holz" in Anwesenheit von Vertretern der städtischen Behörden und der Deutschen Arbeitsfront in Benutzung genommen werden. Schulrat Wilhelm Vogelsang übergab die Schule dem damaligen Schulleiter Ludwig Schmalhoff, der vorher Lehrer in der Volksschule des Dorfes Mascherode war. Das Kollegium setzte sich aus Hermann Bärger, Albert Rode, Walter Wessel, Hermann Friedrichs, Gerhard Rieche, Heinrich Reese und Margarete Holik zusammen. Am 4. Oktober 1938 besuchte der DAF-Reichsleiter Dr. Robert Ley die Schule.

Während im ersten Jahr 112 Knaben und 95 Mädchen die Schule besuchten, waren es im darauffolgenden Jahr bereits 206 Knaben und 238 Mädchen. Zum Vergleich sei hier erwähnt: Im Schuljahr 1949/50 waren es ingesamt 1450 Kinder !!

Mit Beginn des Krieges wurde in der Schule ein öffentlicher Luftschutzraum eingerichtet. In diesem Zusammenhang wurde der Duschraum mit Betten ausgestattet.

Durch die Einberufung von Lehrern zum Wehrdienst, durch Altmaterialsammlungen, Tee- und Heilkräutersammlungen, Kampf dem Kartoffelkäfer usw. wurde der Schulunterricht erheblich beeinträchtigt.

Wie in anderen Schulen wurde auch in der Volksschule der Südstadtsiedlung zur Jahreswende 1943/44 auf Elternabenden das Thema Kinderlandverschickung diskutiert und 1944 Kinder der höheren Klassen teilweise evakuiert.

Während bei den Luftangriffen am 14. und 30. Januar 1944 nur Glasschäden entstanden, wurde am 10. Februar 1944 die Toilettenanlage durch eine Sprengbombe zerstört, Brandbomben fielen auf das Dach. Ein Blindgänger schlug neben dem Hauptgebäude ein. Unter den im Luftschutzkeller befindliehen Personen brach eine Panik aus, da die Schutzsuchenden durch die Explosionen durcheinandergeworfen wurden.